Am 1. August 2010 wurde ich Nachts so gegen drei ins Krankenhaus gebracht. Ich hatte etwa eine halbe Stunde zuvor 29 Venlafaxin genommen. Ich wollte nicht mehr. Es war mir egal was mit mir passiert. Ich wollte meine Ruhe, wollte alleine sein. Ich hab gedacht es gibt nicht mehr was mich noch im Leben hält, die Menschen die ich liebte haben mich verlassen. Immer und immer wieder und auch in Zukunft wird sich das nicht ändern. So ist das Leben, gemein. Ich lag in dieser Nacht zwei Stunden in der Notfallaufnahme, ich habe drei Infusionen mit Kochsalzlösung bekommen, ich musste Medizinische Kohle trinken um die Giftstoffe zu binden. Kotzen musste ich nicht. Aber mein Körper war fürchterlich am Ende. Diese zwei Stunden kamen mir vor wie ein paar Minuten. Gegen fünf würde ich auf die Intensivstation verlegt. Das weiß ich noch, denn ich hatte gefragt wie spät es ist. Ich wurde verkabelt, alle zehn Minuten wurde mein Blutdruck gemessen. Gegen zwölf Uhr bin ich dann ansprechbar geworden. Der Pychologin erzählte ich es wäre eine Kurzschlussreaktion auf den Streit mit meiner Schwester gewesen. Wie es wirklich war erzählte ich niemandem. Mein Vater kam mich besuchen. Meine Mutter weigerte sich. Um fünfzehn Uhr wurde ich entlassen. Und Oma ließ mich eine ganze Woche nur in Begleitung vor die Tür. Leben ist hart. Endweder man ist stärker oder man stirbt.

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